Unterschiede

Heissmangeln, die auch unter dem Begriff Bügelmaschine bekannt sind, dienen der Textilpflege, genauer gesagt dem Glätten von verschiedenen Wäschestücken. Sie gehören zur Wäschereitechnik und sind sowohl für professionelle Wäschereien, Großbetriebe, die wie beispielsweise Pensionen ihre Wäsche selber waschen, oder auch Privathaushalte erhältlich. Selbstverständlich unterscheiden sich die jeweils verwendeten Geräte dabei jedoch mitunter erheblich in ihrer Größe und Kapazität. Auch Dienstleistungsbetriebe, die für Privatleute das Mangeln von Wäsche übernehmen, werden umgangssprachlich oft einfach nur als „Heissmangel“ bezeichnet. Der folgende Text bezieht sich jedoch nicht auf diese Dienstleistungsbetriebe, sondern beschäftigt sich ausschließlich mit den zuerst genannten Geräten. Am häufigsten werden Heissmangeln für große und flache Wäschestücke eingesetzt. Dazu zählen zum Beispiel Bettbezüge, Laken und Kissenbezüge, aber auch Tischwäsche, wie beispielsweise Tischdecken. Das Mangeln von Kleidungsstücken ist nur Experten im Mangeln empfohlen, da die Stücke bei falscher Nutzung der Mangel schnell knittern können oder schlimmstenfalls zerstört werden.

Funktionsweise von Heissmangeln

Heissmangeln glätten und trocknen Wäschestücke durch Anpressdruck. Über eine stoffbespannte Rolle werden die Textilien durch eine stark erwärmte Metallmulde gezogen und so geplättet und zudem getrocknet. Auf Grund der großen Wärmeentwicklung muss die Wäsche dementsprechend auch feucht gemangelt werden. Bedingt durch diesen Aufbau des Bügelapparates wird die Heissmangel oft auch als Muldenmangel bezeichnet. Unterschiede in der Funktionsweise ergeben sich häufig aus technischen Details. So gibt es Geräte, bei denen sich bei der Nutzung die Mulde hebt und senkt, während dieser Vorgang bei anderen Geräten bei der Rolle erfolgt. Einige Modelle sind mit einem Pedal ausgestattet, mit welchem sich die Drehgeschwindigkeit der Rollen regeln lässt. Bei alten Geräten erfolgte die Erwärmung früher durch Gas, heute wird nahezu ausschließlich elektrischer Strom verwendet. Bei einigen Geräten kann durch einen zusätzlich vorhandenen Boiler Wasserdampf erzeugen, so dass es möglich ist, Wäschestücke auch wie mit Dampfbügeleisen zu mangeln.

Unterschiede in der Kapazität

Die Größe und Anzahl der Rollen einer Heißmangel ist ein wichtiges Kriterium in Bezug auf die Kapazität. Die in Wäschereien eingesetzten Großmangeln verfügen in der Regel über ein bis vier Walzen mit einem Durchmesser zwischen 60 und 130 Zentimetern. Je mehr Walzen vorhanden sind und je größer diese sind, desto mehr Anpressdruck können die Mangeln erzeugen und umso höher ist die Kapazität pro Stunde. Auch die Breite der Mangel spielt eine wesentliche Rolle. Kleinere Geräte ab circa 100 Zentimetern Breite eignen sich für größere Privathaushalte. Häufig lassen sie sich platzsparend zusammen klappen und verstauen, damit sie nicht im Weg sind, wenn sie nicht benötigt werden. Große Standgeräte von 250 bis 300 Zentimetern Länge benötigen allerdings ihren festen Standplatz und genügend freien Raum um sie herum, damit an ihnen auch gearbeitet werden kann.

Bügelmaschinen für den Privathaushalt

Für den privaten Gebrauch eignen sich insbesondere kleine Heissmangeln, die auf Grund ihrer Technik auch problemlos das Bügeln jeglicher Wäschestücke ermöglichen. Diese Geräte liegen in der Breite bei unter einem Meter. Mit einer Arbeitshöhe von rund 80 Zentimetern, je nach Gerät, eignen sie sich für rückenschonendes Arbeiten. Einige Geräte verfügen über einen Wassertank, der es ermöglicht, Wäschestücke auch ohne vorheriges Anfeuchten zu glätten, wodurch sich eine große Zeitersparnis ergibt, wenn man die Textilien nicht direkt feucht aus der Waschmaschine nehmen kann. Der Stromverbrauch ist bei modernen Haushaltsgeräten sehr ähnlich und liegt bei ungefähr 3 kW.